BMW Sauber F1.08. Chassis.

Die Voraussetzungen waren gut für den BMW Sauber F1.08, denn sein Vorgänger, der F1.07, hatte die in ihn gesetzten Erwartungen vollauf erfüllt. Damit besaßen die Designer eine solide Basis, auf der sie aufbauen konnten. Es bestand keine Notwendigkeit, große Risiken einzugehen.

"Wir haben uns deshalb entschieden, auf Evolution statt Revolution zu setzen", sagt der Technische Direktor Willy Rampf. Zusätzlich kam den Ingenieuren entgegen, dass sich das BMW Sauber F1 Team schon früh in der Formel 1 Saison 2007 als dritte Kraft etabliert hatte. "Das gab uns die Möglichkeit, mehr Ressourcen auf die Entwicklung des neuen Autos zu verlagern", erklärt der Deutsche. "Dabei haben wir einige konsequente Ansätze gewählt, die zu interessanten Lösungen führten." Entstanden ist letztlich ein Auto, das Rampf als "radikale Evolution" bezeichnet.

Auf der Chassis-Seite hatte insbesondere die Einführung der Standard-Elektronik SECU einen erheblichen Einfluss. Denn dadurch entfallen unter anderem die Traktionskontrolle und auch die Motor-Schleppmomentregelung. Das bedeutet, dass das Auto sowohl beim Beschleunigen als auch beim Bremsen deutlich nervöser wird. Um den Wegfall der Traktionskontrolle so gut wie möglich zu kompensieren, arbeiteten die Ingenieure besonders intensiv daran, den mechanischen Grip zu verbessern.

Mit dem Tag der Präsentation am 14. Januar 2008 war die Vor-Saison-Entwicklung jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Rampf: "Bereits vor dem ersten Rennen in Melbourne werden wir ein Aerodynamik-Paket nachlegen." Dass sich dadurch die Optik des F1.08 Chassis ziemlich markant verändert, ist ein interessanter Nebeneffekt.